Auf Augenhöhe mit Riesenschildkröten
Die Galápagos-Riesenschildkröten (Chelonoidis niger) können über 150 Jahre alt werden und bis zu 400 kg wiegen. Es gibt sie nirgendwo sonst auf der Welt — und nur auf Galápagos, weil sich hier vor Millionen Jahren kleine Landschildkröten zu Giganten entwickelten, nachdem sie vom südamerikanischen Festland angeschwemmt worden waren.
Der beste Ort, um sie in freier Wildbahn zu sehen: das Hochland von Santa Cruz. Dort leben hunderte Tiere frei auf Privat-Farmen und in Reservaten wie „El Chato". In der Regenzeit steigen sie hinauf, um zu fressen; in der Trockenzeit ziehen manche Populationen zurück Richtung Küste — bis zu 15 km weit, was für eine Schildkröte eine Weltreise ist.
Auf einem Landausflug vom Schiff erreicht man die Tiere in rund einer halben Stunde Fahrt. Naturalist-Guides erklären, wie man die verschiedenen Unterarten (12 ursprünglich, 10 überlebende) am Panzerform unterscheidet — „sattelförmig" vs. „kuppelförmig" — und wieso das für Darwins Theorie so wichtig wurde.
Tipp: Die Tiere haben keine Scheu, aber sie sind Wildtiere. Mindestens 2 Meter Abstand, keine Berührung, keine Selfies im Weg.