Der erste Eisberg, die klare, kalte Luft: Die Ankunft in der Antarktis ist ein Erlebnis, das lange in Erinnerung bleibt.
Vor Ort stehen die Westseite der Antarktischen Halbinsel und die Südlichen Shetlandinseln mit zahlreichen Möglichkeiten zur Erkundung offen. So weit im Süden herrschen etwa 18 bis 24 Stunden Tageslicht, und die Tage können so ausgefüllt sein, wie Sie es wünschen.
Das erfahrene Expeditionsteam, das diese Region schon unzählige Male bereist hat, plant die Reise von Tag zu Tag und wählt die besten Optionen je nach Wetter, Eisverhältnissen und Tierbeobachtungsmöglichkeiten.
In der Regel finden zwei Anlandungen oder Zodiac-Ausfahrten pro Tag statt. Ziehen Sie sich warm an für Zodiac-Fahrten entlang von Eisklippen oder zwischen gestrandeten Eisbergen, wo Sie Ausschau nach Walen, Robben und durchs Wasser springenden Pinguinen halten können. Mit den Zodiacs gelangen Sie auch an Land, wo Sie Pinguinkolonien besuchen, historische Hütten entdecken und ausgewählte Orte entlang der Halbinsel erkunden.
An Land können Sie sich die Beine vertreten, über Kiesstrände wandern oder über schneebedeckte Grate zu Aussichtspunkten aufsteigen, mit Bergen über Ihnen und eisgesprenkeltem Meer unter Ihnen. Haben Sie eine optionale Aktivität gebucht, können Sie diese ausüben, sobald die Bedingungen es erlauben. Wer möchte, kann bei geeigneten Bedingungen beim Polar Plunge vollständig ins Polarwasser eintauchen.
Neben Zodiac-Fahrten und Landgängen fährt das Schiff unter Umständen durch enge Meeresstraßen zwischen vorgelagerten Inseln und dem Festland oder verweilt in landschaftlich reizvollen Buchten, um ziehende oder fressende Wale zu beobachten.
Die Beobachtungslounge und die Brücke bieten in dieser Zeit freie Sicht auf die antarktische Landschaft. Achten Sie auf das Knarren und tiefe Grollen der Gletscher auf ihrem Weg vom Gipfel ins Meer, und nehmen Sie sich einen ruhigen Moment, um den weißen Kontinent auf sich wirken zu lassen.
Das Weddellmeer, in dem Sir Ernest Shackletons Schiff Endurance im Meereis eingeschlossen wurde, steht für viele Polarreisende weit oben auf der Wunschliste. Eine kleine Inselgruppe östlich der Antarktischen Halbinsel bildet den Antarctic Sound, das Tor zum Weddellmeer. Er gilt als Eisbergstraße, durch die große Eisberge aus dem Weddellmeer hinaustreiben, was die Navigation oft erschwert. Die Mühe kann sich jedoch lohnen: Fossilien von Schnecken, großen Muscheln und spiralförmigen Ammoniten erinnern an eine wärmere Erdepoche.
Auch Tierbegegnungen sind möglich: Unmittelbar außerhalb des Antarctic Sound liegt eine große Adéliepinguin-Kolonie. Ein Teil der Tiere brütet an den felsigen Hängen einer kleinen Vulkaninsel, wo sich auch eine große Kolonie von Blauaugenscharben und nistende Buntfuß-Sturmschwalben den Platz teilen. Bei Zodiac-Ausfahrten oder beim Kajakfahren durch das Labyrinth aus Meereis können Sie Ausschau nach Zügel- und Eselspinguinen sowie nach Buckel-, Zwerg- und Schwertwalen halten.